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Warndienst Stein- und Beerenobst Nr. 25/ 2018

Datum: 19.10.2018

Witterung



Die trockene Witterung mit zunehmender Nebelneigung setzt sich bis Mitte nächster Woche fort. Die Tageshöchstwerte gehen von heute 20° auf 14-15° zurück, nachts 4-1°. Mitte nächster Woche evtl. leichte Niederschläge.

Steinobst: Holz- und Rindenkrankheiten (Valsa, Pseudomonas)

Wir empfehlen zum Blattfall eine Behandlung mit Cuprozin progress 1,4 l*. Es ist darauf zu achten, dass nicht mehr als 3 kg Reinkupfer pro ha und Jahr ausgebracht werden.

Vor den ersten Winterfrösten sollten zudem in Neu- und Junganlagen die Stämme geweißelt werden. Bewährt hat sich ProAgro-Baumweiß mit gleichzeitigem Wildverbissschutz.

Streuobst-Hochstämme: Leimringe gegen Frostspanner: Ab Mitte Oktober sollten die Leimringe gegen die aufwandernden Weibchen des Frostspanners angebracht werden.

Mirabellen, Pfirsich: Schrotschusskrankheit: Hier kommt es während des Blattfalls häufig zu Infektionen über die frischen Blattnarben. Es ist die Nebenwirkung einer Behandlung mit Cuprozin progress 1,4 l* zum Blattfall auszunutzen.

Himbeeren & Brombeeren: Ruten- bzw. Rankenkrankheiten

Zum Blattfall werden 1-2 Behandlungen mit z.B. Cuprozin progress 4 kg oder Malvin WG 1,8 kg empfohlen.

Erdbeeren: Rote Wurzelfäule

Infektionen erfolgen ab Bodentemperaturen von 6-10 ºC. Es wird eine Bandbehandlung von 20 cm mit Aliette WG 1 g pro laufenden Meter in 100 ml Brühe empfohlen. Alternativ kann zur Pflanzenstärkung eine Bandbehandlung mit einem Phosphit-haltigen Blattdünger (z.B. Phosfik, Lebosol Kali Plus u.a. 1-1,5 ml/lfm in 100 ml Brühe) durchgeführt werden.

Stein- und Beerenobst: Mäusebekämpfung

Vorbeugende Maßnahmen unbedingt ergreifen, z.B.:

  • Mulchrasen in den Fahrgassen kurz      halten
  • Baumstreifen frei von Bewuchs      halten
  • Fallobst beseitigen
  • Randstreifen und Böschungen      mulchen, um den Mäusen Rückzugsräume zu nehmen
  • Sitzstangen für Greifvögel      aufstellen

Direkte Bekämpfung:

Feldmäuse:

Zur direkten Bekämpfung eignen sich Schlagfallen oder Giftweizen- bzw. Giftlinsen-Präparate auf Basis von Zinkphosphid. Giftweizen und Köder müssen verdeckt ausgebracht werden! Hierbei z.B. den Giftweizen mittels Legeflinte mit 5 Körnern pro Mäuseloch ablegen. Bei der Anwendung von Mausködern pro Köderstation 100 g verwenden.

Die Befallsdichte kann wie folgt festgestellt werden: innerhalb der Obstanlage auf einer Fläche von ca. 250 m² (16x16 m) alle Mauselöcher zutreten und mit einem Stab markieren. Am Folgetag die wieder geöffneten Löcher zählen. Wenn mehr als 2 Löcher wieder geöffnet sind, ist eine Bekämpfung notwendig.

Wühlmäuse:

Die Bekämpfung erfolgt mit Fallen oder verdeckt mit Produkten auf Zinkphosphid-Basis. In sehr kleinparzellierten Gemarkungen ist die gemeinschaftliche Mäusebekämpfung sinnvoll.

Auf großen Flächen ist die Ausbringung von Wühlmausködern mit dem Wühlmauspflug möglich. Vorgewende und Randstreifen auch mit Ködern bestücken.

Hier gilt ein Bekämpfungsrichtwert von 10-20 Tieren je ha. Die Befallskontrolle ist über die Verwühlprobe möglich: Löcher öffnen und markieren. Am Folgetag wieder verschlossene Löcher zählen und Befall auf einen Hektar hochrechnen.

Zulassungsverlängerungen:

Folgende Produkte bis 31.10.2020: Steward, Cercobin FL, U 46 M fluid und Cadou SC

Metaldehydhaltige Schneckenkörner wie z.B. Patrol Meta Pads und Delicia Schneckenlinsen bis 31.10.2019

Veranstaltungshinweise:

Europäische Spargel-Erdbeerbörse ExpoSE am 21. und 22.11.2018 in der Messe Karlsruhe

Bruchsaler Erdbeertag am 12.12.2018

Waldulmer Obstbautag am Mo 14.01.2019 in Kappelrodeck-Waldulm.

 

Termin: Freitag, 23. Nov. 13:00 Uhr, Treffpunkt Erlach Friedhof

Schnittkurs des Bezirksobstbauvereins Ortenau

Schwerpunkt Steinobst (Zwetschge und Tafelkirsche) mit Hermann Meschenmoser, LTZ Augustenberg

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auskünfte erteilt Frau Ennemoser, 0781-805 7115.

 

 

Die Angaben ersetzen nicht die Gebrauchsanleitung, insbesondere sind die Anwendungsbestimmungen zu beachten. Alle Angaben entsprechen dem aktuellen Kenntnisstand der Verfasser. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für Irrtümer oder Nachteile, die sich aus den Empfehlungen ergeben könnten, wird nicht übernommen.

 

Der nächste Warndienst erscheint bei Bedarf.

 

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