Service-Navigation

Suchfunktion

Infodienst Kernobst Nr. 29/ 2017

Datum: 11.09.2017

Witterung: Witterungsmäßig präsentiert sich diese Woche wechselhaft mit Niederschlägen und eher mäßigen Temperaturen zwischen 15 und knapp 20 ºC, zum Wochenende noch darunter. Die stärkste Niederschlagneigung wird für Dienstag und besonders für Donnerstag vorhergesagt.



Schorf/Lagerschorf/Fruchtfäulen:

Die Behandlungen entsprechend den zu erwartenden Erntezeiten fortführen. Mit den häufigeren Niederschlagsereignissen steigt das Infektionsrisiko durch Gloeosporium- und Lagerschorf (s. hierzu WD Nr. 25). Bei Pinova und Golden Delicious empfehlen wir zwischen den Pflückdurchgängen eine 2. Gloeosporium-Behandlung mit Geoxe 0,15 kg*.

 

Triebsucht:

Zur Erntezeit können die Symptome am besten erkannt und befallene Bäume markiert werden (z.B. durch Astbruch), um sie nach der Ernte gezielt zu roden. Hierdurch wird der Befallsdruck in der Anlage gemindert.

 

Obstbaumkrebs:

Bei für Krebs anfälligen Sorten (z.B. Gala, Kanzi) wird bei feuchtnasser Witterung direkt nach der letzten Pflücke eine Behandlung mit einem Captan-haltigen Mittel, z.B. Malvin WG 0,6 kg* empfohlen, um Infektionen über die Wunden an den Fruchtkuchen vorzubeugen.

 

Birnenpockenmilbe:

Lag ein stärkerer Befall mit der Birnenpockenmilbe vor (zuerst rote, später grauschwarze Pusteln auf Blättern und Früchten), kann die Nebenwirkung von z.B. Kumulus WG mit 3,5 kg* nach der Ernte genutzt werden. Hierbei werden die Gallmilben bei ihrer Rückwanderung zu den Knospen erfasst. Eine Wiederholung ist nach ca. 7 Tagen erforderlich. Behandlungen nicht vor stärkeren Niederschlägen und möglichst bei Temperaturen um die 20 ºC durchführen. Eine Nebenwirkung auf die Birnenrostmilbe ist hierbei vorhanden.

 

Zulassungen und Genehmigungen

Zulassungsverlängerung:

Para Sommer (Paraffinöl) bis 31.12.2021

 

Termine:

Pflanzenschutz im Obstbau am KOB Bavendorf am Sonntag, 17.09.2017 ab 9.30Uhr bis 12.30Uhr, Themen: Apfelschorf, Bekämpfungsversuche zu saugenden und beißenden Insekten, Kirschessigfliege, Herbizide und alternative Verfahren, Modellanlage zur Weiterentwicklung des Integrierten Pflanzenschutzes

 

Der nächste Warndienst erscheint bei Bedarf.

 

 

 

Sonderinfo zum Antragsverfahren Frostbeihilfe 2017:

 

Das Land Baden-Württemberg gewährt Zuwendungen für den finanziellen Teilausgleich von frostbedingten Ertragsausfällen an landwirtschaftlichen und gärtnerischen Kulturen (inkl. Obst- und Weinbau), die unmittelbar durch das Frostereignis 19. bis 21. April 2017 verursacht wurden. Zuwendungsempfänger sind landwirtschaftliche Unternehmen im Haupt- oder Nebenerwerb. Falls noch keine Unternehmens-Nr. vorliegt, muss diese vorher am Amt beantragt werden.

Mindestschadensschwelle: Entschädigt wird erst, wenn der nachgewiesene Schaden im Vergleich zu den Vorjahren je Kulturart mind. 30% beträgt. Ausbezahlt wird erst ab einer anerkannten Entschädigungssumme für die beantragten Kulturarten von insgesamt 3.000 €. Bei max. 50% Entschädigung bedeutet dies, dass der Schaden aller beantragten Kulturen, die über der Mindestschadensschwelle liegen, auf jeden Fall über 6.000 € liegen muss.

Die Verwaltungsvorschrift, die Antragsunterlagen sowie Erläuterungen und Ausfüllhinweise können ab 11. September 2017 unter folgender Internetseite heruntergeladen werden: http://ortenaukreis.landwirtschaftsverwaltung-bw.de. In Zusammenarbeit mit dem Obstgroßmarkt Mittelbaden (OGM) besteht zudem die Möglichkeit, den Antrag bei Mitarbeitern des Amtes für Landwirtschaft in den Räumlichkeiten des OGM in Oberkirch zu stellen.

Zum Nachweis der Erntemengen in 2017 und den drei bzw. fünf Vorjahren ist für die geschädigten Kulturen eine Bestätigung der Liefermengen beim Vertragspartner einzuholen. Diese Bestätigung, der ausgefüllte Antrag sowie alle relevanten Unterlagen müssen zur Antragstellung mitgebracht werden.

Termine zur Abgabe der Frosthilfe-Anträge in den Annahmestellen in Offenburg und Oberkirch können ab sofort unter http://www.frostbeihilfe-ortenaukreis.de gebucht werden.

Das Amt für Landwirtschaft empfiehlt, frühzeitig Termine wahrzunehmen, da die Antragsfrist bereits am 30. Oktober 2017 endet. Später eingehende Anträge müssen abgelehnt werden.

Für Rückfragen zur Antragstellung ist ab Montag, 11. September 2017, unter der Telefon 0781 805 7132 eine Hotline eingerichtet.

 

Fußleiste