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Warndienst Ackerbau Nr. 08 vom 13.06.2018

Datum: 13.06.2018

Mais

Die Maisbestände sind derzeit unterschiedlich weit entwickelt. Frühe Bestände sind bereits kurz vor dem Fahnenschieben. Die wüchsige Witterung und regelmäßige Niederschläge sorgten auf fast allen Standorten für ideale Wachstumsbedingungen.

Trotz des warmen Wetters waren bis jetzt sowohl in der Lichtfalle ( Standort Schwanau), als auch in den Pheromonfallen ( Standorte Schwanau Diersburg ) so gut wie keine Maiszünslerfalter zu finden. Die erste Ausbringung der Trichogramma- Schlupfwespen wurde nun auf Ende dieser Woche terminiert. Falls Insektizide eingesetzt werden sollen, kann der Termin noch etwas geschoben werden

Mögliche Insektizide zur chemischen Maiszünslerbekämpfung wären z. B. Coragen oder Steward , für eine gute Benetzung sind mindestens 300 l/ha Wasser erforderlich. In zurückliegenden Jahren wurden insbesondere mit dem Präparat Coragen in Versuchen sehr gute Wirkungsgrade erzielt. Alle genannten Mittel sind nicht bienengefährlich, regenbeständig und wirken auch bei hohen Temperaturen. Die Pflanzenelastizität ist am besten bei hohen Temperaturen gegeben, die Spritzung daher früh morgens - oder spät abends durchführen.

 

Maiswurzelbohrer

Die Überwachung des Käferflugs mit Hilfe von Pheromonfallen wird Anfang Juli anlaufen. Im Ortenaukreis werden hierzu wieder rund 150 Fallen rasterförmig ausgehängt und wöchentlich kontrolliert. Sämtliche Bewirtschafter mit Käferfängen werden zeitnah informiert.

Interessierten Landwirten, die sich selbst ein Bild über ihre Maiswurzelbohrersituation ,z.B. auf einem Schlag mit mehrjährigem Maisanbau machen wollen, bieten wir wie bereits im letzten Jahr seitens des Amtes eine kostenlose Pheromonfalle , sowie Unterstützung bei der Handhabung bzw. Bestimmung des Käfers.

Bei Bedarf bitte melden ( begrenztes Kontingent )

 

Sojabohnen

Die meisten Sojaflächen sind gut entwickelt und befinden sich im Stadium der Blüte. Vereinzelt wurde von ersten Distelfalterfunden ( jedoch nicht bekämpfungswürdig ) berichtet. Kontrollieren sie diesbezüglich ihre Bestände. Nur bei starkem Befall kann zur Bekämpfung Karate Zeon mit 75ml / ha eingesetzt werden. Die Schadschwelle liegt bei ca. 20 Raupen je laufenden Meter oder ein bis zwei Befallsnester pro 100 m².

Distelfalter an Soja

 

Wintergetreide

Die Entwicklung der Bestände ist gegenüber dem letzten Jahr um ca. 8 -10 Tage voraus. Erste Wintergerstenbestände werden demnächst gedroschen. An vielen Winterweizenflächen sind mittlerweile Symptome von Fusariumbefall sichtbar, bei Beständen ohne Fungizidbehandlung zeigt sich zusätzlich auch starker Braunrostbefall.

sichtbarer Fusariumbefall an Weizen

Volker Heitz

Amt für Landwirtschaft Offenburg

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