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Checkliste für die Landesaktion "Gläserne Produktion"

Die Planung nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Mindestens 4 Monate vor dem Termin sollte man damit beginnen und sich einige Fragen stellen
Im Vorfeld mit Behörden abzuklären
Öffentlichkeitsarbeit / Werbung
Vorbereitung des Betriebes
Begleitprogramm
Beköstigung
Führungen für Schulklassen

Die Planung nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Mindestens 4 Monate vor dem Termin sollte man damit beginnen und sich einige Fragen stellen
  • Was wollen wir schwerpunktmäßig darstellen auf unserem Betrieb (Aktivitäten, Angebot)? Welche praktischen Informationen können wir anbieten, z.B. Ausstellung verschiedener Kartoffelsorten, Bestimmungsübungen zu Getreide, Apfel-Testessen, etc.
  • Ist die Arbeit mit Familienmitgliedern und Freunden zu schaffen?
  • Können wir uns mit einem weiteren landwirtschaftlichen Betrieb zusammenschließen? Es könnten auch mehrere Betriebe am gleichen Tag ihre Hoftore öffnen, jedes Jahr zum gleichen Termin.
  • Wer kann uns unterstützen? (Beispiele: Landratsamt (LRA) - Untere Landwirtschaftsbehörde (ULB), Bauernverband, Ernährungshandwerk (der Metzger bzw. Bäcker, mit dem man schon lange zusammenarbeitet etc.), Landfrauen, Gemeindevertreter, Genossenschaft, Handel, Molkerei, Weinkellerei, örtliche Feuerwehr, Vereine, etc.)
  • Gibt es zum geplanten Termin andere Veranstaltungen in der Gemeinde? (Möglichst schon im Vorjahr abklären!)
Im Vorfeld mit Behörden abzuklären
  • Bei der Gemeinde ist eine Ausschankgenehmigung und Speisenabgabenerlaubnis gemäß Gaststättenverordnung einzuholen (mind. 14 Tage vor dem Termin).
  • Personen, die mit der Beköstigung betraut sind, müssen über die wesentlichen hygienerechtlichen Aspekte informiert werden. Dazu hat das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum einen „Leitfaden für den Umgang mit Lebensmitteln auf Vereins- und Straßenfesten“ erstellt, der beim Landratsamt bzw. ULB kostenlos erhältlich ist bzw. unter http://www.mlr.baden-wuerttemberg.de/Lebensmittelhygiene/65851.html  unter der Rubrik "Infomaterial/Downloads"  kostenlos herunter geladen werden kann.
  • Das Landratsamt bzw. die jeweilige Gemeinde muss eine Ausnahmegenehmigung für den Verkauf an Sonn- und Feiertagen erteilen (mind. 3 Monate vorher nachfragen!).
  • Das Sonntagsruhegebot gemäß Gesetz über die Sonntage und Feiertage ist zu beachten und mit der Gemeinde abzusprechen (Bsp. Beginn der Veranstaltung, laute Schlepperfahrten etc.)
  • Eine Ausnahmegenehmigung für Beschäftigte in Bäckereien und Metzgereien (§13 Arbeitszeitverordnung) erteilt das Gewerbeaufsichtsamt.
  • Das Aufstellen von Hinweisschildern ist beim Straßenbauamt der Gemeinde bzw. Stadt anzuzeigen. Schilder, die größer als 0,5 m2 sind (auch Strohpuppen), bedürfen einer Baugenehmigung und müssen außerhalb von Ortsdurchfahrten 20 m vom Fahrbahnrand entfernt sein. Eigene Fahrzeuge und Gebäude können beschriftet werden.
  • Die Verkehrsführung muss mit der Polizei abgeklärt werden (Beschilderung, Parken, Temporeduzierung).
  • Das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) hat in Zusammenarbeit mit dem Landesbauernverband in Baden Württemberg (LBV) bei der R+V Versicherung für Sie als Veranstalter eine Veranstalter-Haftpflichtversicherung abgeschlossen, in welcher etwaige gesetzliche Haftpflichtansprüche Dritter gegen Sie als Veranstalter von ein- oder mehrtägigen Veranstaltungen mit der Aktion „Gläserne Produktion“ oder vergleichbaren Veranstaltungen, versichert gelten. Was versichert und was zu beachten ist, wird durch das Infoblatt der R+V Versicherung deutlich.
Öffentlichkeitsarbeit / Werbung
  • Wollen wir einige Vereine, Gäste, Politiker/-innen oder Kunden gezielt vorher einladen (u.U. mit LRA / ULB abklären)? Gibt es einen Schirmherrn?
  • Wo können wir überall Einladungsplakate aufhängen (öffentliche Gebäude) und wie machen wir ganz besonders auf uns aufmerksam (Bsp. Alter Holzwagen oder Strohpuppe mit Hinweisschild)? Die Genehmigung zum Aushängen von Plakaten gibt es bei der Gemeinde (4 Wochen vor dem Termin). Leerplakate und Hinweispfeile mit der Aufschrift "Gläserne Produktion" gibt es kostenlos beim LRA / ULB.
  • Wollen wir ein Pressegespräch oder eine Pressefahrt organisieren? Wenn ja, sollte die Presse/Rundfunk mehrere Wochen vorher informiert werden. Ansonsten reicht es aus, die Presse eine Woche vorher einzuladen. Zwei Tage vor dem Termin wird die Presse nochmals telefonisch daran erinnert. Hier ist eine Absprache mit dem LRA / ULB sinnvoll.
  • Für die Presse und interessierte Besucher sollte ein Faltblatt mit den wichtigsten Angaben zur Veranstaltung und zum Hof selbst bereitliegen; bei aktuellen Themen und umfangreicheren Informationen kann es auch eine ganze Pressemappe sein.
  • Die Veranstaltung sollte rechtzeitig in allen Gemeindeblättern, in regionalen Anzeigenblättern, im Landwirtschaftlichen Wochenblatt, in der Tageszeitung und im Veranstaltungskalender angekündigt werden. Bei Bedarf kann der Betrieb den Pressetext auch an Fachzeitschriften, überregionale Zeitungen, Rundfunk oder Fernsehen weitergeben. Das hängt davon ab, wie weit der Betrieb seine Werbung streuen möchte und wie viele Besucher kommen sollen (auch hier ist eine Absprache mit dem LRA / ULB sinnvoll und notwendig, s. o.).
Vorbereitung des Betriebes
  • Helferplan für alle Vorarbeiten und den Aktionstag selbst ausarbeiten und allen Beteiligten austeilen.
  • Macht der Hof einen ordentlichen, übersichtlichen und einladenden Gesamteindruck?
  • Ist die Hoffläche befestigt, sind alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen?
  • Haben wir genügend gut verständliche Plakate mit Informationen zur Tierhaltung, zum Pflanzenbau oder den Maschinen etc.? Siehe Liste Infomaterial am Ende des Dokumentes.
  • Haben wir die nötigen Flächen für die Aufstellung des Infomaterials zur Verfügung?
  • Führungen durch den Betrieb, die Felder, den Weinberg etc. anbieten (Schilder gut sichtbar aufstellen mit Uhrzeit und Treffpunkt).
  • Vorführungen, z.B. Melken, Bodenbearbeitung etc.
  • Wie dekorieren wir die Räume möglichst ansprechend und informativ?
  • Wie können alle Beteiligten als Team auftreten (Namensschilder, einheitliche Mützen, T-Shirts etc.)? Die Ansprechpartner sollten deutlich erkennbar sein und Namensschilder tragen. Günstig wäre eine zentrale Anlaufstelle, an der über Mikrophon allgemeine Informationen gegeben werden können.
  • Sind genügend Parkmöglichkeiten vorhanden und auch ausgeschildert?
  • Wer macht den Sanitätsdienst?
  • Haben wir genügend Tische und Bänke? (Rechtzeitig bestellen.)
  • Wer ein großes Zelt aufbauen möchte, muss dieses vorher beim Bauamt technisch abnehmen lassen.
  • Sind Besuchertoiletten mit Handwaschbecken vorhanden?
  • Sind genügend Müllbehälter aufgestellt?
Begleitprogramm

Das Begleitprogramm sollte auch immer etwas für Kinder bieten, denn sie sind oft die "Zugpferde" bei Entscheidungen der Eltern!

  • Betreuung der Ehrengäste
  • Quiz (Beispiel: Wie viele Kartoffeln sind in dem Sack?); eine Tombola muss beim Finanzamt gemeldet werden.
  • Wettmelken mit Plastikeuter
  • Ponyreiten für Kinder
  • Streichelzoo
  • Hüpfburg, evtl. aus Strohballen
  • Stelzenlaufen, Torwandschießen, Malen, Kartoffeldruck, Luftballonwettbewerb, etc.
  • Sandkasten, Schaukel prüfen, alles intakt?
  • Musik, Musikgruppen (rechtzeitig engagieren, Gema beachten!)
  • Gibt es noch ein besonderes "Zugpferd" für unsere Veranstaltung, z.B. Erntedankfest, ein Kinderzirkus, ein Gewinnspiel oder der Besuch eines Politikers / einer Politikerin? Ein Gottesdienst könnte mit der Veranstaltung verbunden werden.
Beköstigung
  • Übernehmen wir die Bewirtung selbst oder übernimmt das ein Verein, die örtliche Gastronomie, freiwillige Feuerwehr etc.?
  • "Eigenes" Personal über Hygieneregeln aufklären!
  • Welche Speisen wollen wir anbieten, wer kocht (Personen mit Gesundheitszeugnis s.o.)? Wollen wir damit einen deutlichen Bezug zur Produktpalette des Betriebes herstellen? Schlagworte: saisonal und regional!
  • Sind genügend Kopfbedeckungen und Schürzen für das Verpflegungspersonal vorhanden?
  • Kücheneinrichtung sowie Handwascheinrichtungen mit Warmwasser für das Personal
  • Sind Theken und Grillgeräte mit Feuerlöscheinrichtung, Nies- und Spritzschutz versehen?
  • Sind genügend Kühlmöglichkeiten für die Speisen und Getränke (getrennt!) vorhanden? Eventuell Kühlwagen von Getränkehandel ausleihen.
  • Hackfleischverordnung beachten (Rücksprache mit dem ULB)!
  • Der Betrieb kann die eigene Milch in pasteurisierter Form anbieten, wie sie von der Molkerei kommt, evtl. aus dem Zapfhahn oder als Milchshakes. Es bietet sich an, hier die Molkerei einzubinden. Eine Rohmilchabgabe ab Hof ist nicht erlaubt.
  • Speisen müssen gekennzeichnet werden (Preis, Inhaltsstoffe, Weinqualitäten).
  • Bonsystem: Kassenbetreuung, Bedienung, Abräumservice (Helferplan aufstellen!)?
  • Ist eine Spülmaschine für das Essgeschirr und Gläser vorhanden? Von der Gemeinde kann man sich evtl. ein Spülmobil ausleihen.
Führungen für Schulklassen
  • Wie werden die Schulklassen eingeladen?
  • Wie gelangen die Schulklassen zum Betrieb? (Bus, etc.)
  • Wie sieht der Zeitplan für die Führungen inklusive Pausen aus?
  • Welche Stationen sollen die Schüler durchlaufen? (Rindviehstall, Maschinen, Feld ...)
  • Welche Medien werden eingesetzt? (Infoplakate, Demonstration einer Futterration, Bestimmungsübungen, Quiz)
  • Soll es einen kleinen Imbiss geben? Damit könnte ein Bezug zur Produktpalette hergestellt werden, z.B. Schokotrunk-Milch (bei der Molkerei anfragen).

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